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Ivan Šusteršič - Der ungekrönte Herzog von Krain

Ivan Šusteršič - Der ungekrönte Herzog von Krain: Der Aufstieg der slowenischen katholischen Bewegung und seine Folgen

ANDREJ RAHTEN
Redaktion: Franz Adlgasser
https://www.jstor.org/stable/j.ctt3fgk9n
  • Book Info
    Ivan Šusteršič - Der ungekrönte Herzog von Krain
    Book Description:

    Ivan Šusteršič was the last Provincial Governor of Carniola and one of the most important statesmen of the late Habsburg Monarchy. From the turn of the century to the First World War, he was the leader of the Slovene (and often also other South Slav) deputies in the Austrian parliament. “The Uncrowned Duke of Carniola” distinguished himself in the Austrian Reichsrat as an excellent speaker, a skilful tactician and an authoritative leader of the Slovene delegation. In his speeches, he evaluated confidently the foreign policy of the Monarchy especially on the Balkans. Also, his merits in the adoption of the general and equal male suffrage to the Austrian parliament in the years 1906/07 cannot be underestimated. The new biography by Andrej Rahten shows Šusteršič’s determined and successful politics as part of the Slovene Catholic movement in the times of the ever more aggressive nationalisms. The author describes in detail Šusteršič’s trialist reform plans which ended with an interesting proposal for the establishment of a Danube Federation as part of a larger European Community. The failure of these plans was not only the personal tragedy of Šusteršič, but became also the tragedy of the whole Central Europe.

    eISBN: 978-3-7001-7376-2
    Subjects: History

Table of Contents

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  1. Front Matter
    (pp. 1-4)
  2. Table of Contents
    (pp. 5-8)
  3. Vorwort des Herausgebers
    (pp. 9-12)
    Helmut Rumpler
  4. Vorwort des Autors
    (pp. 13-16)
    Andrej Rahten

    Ich begann mich für die politische Biografie von Dr. Ivan Šusteršič¹ schon im Jahre 1992 zu interessieren, als ich während meines Geschichtsstudiums die Memoiren seines Abgeordnetenkollegen Fran Šuklje las². Die Gelegenheit, das Leben und Werk von Šusteršič ausführlicher zu erforschen, bot sich mir im Jahre 1994, als ich an der Universität Klagenfurt meine Diplomarbeit über die Politik der slowenischen Abgeordneten im österreichischen Reichsrat in Angriff nahm. Einen Teil meiner Untersuchungen, in denen ich Šusteršič als einen der führenden Abgeordneten im Wiener Parlament vorstellte, veröffentlichte ich im Jahre 1996. Seitdem habe ich praktisch keine Gelegenheit ausgelassen, in meinen Abhandlungen auf die...

  5. I. KAPITEL Strukturen und Ideologie der slowenischen katholischen Bewegung
    (pp. 19-50)

    „Dr. Ivan Šusteršič war die markanteste politische Persönlichkeit unter den Slowenen der Vorkriegszeit“, schrieb die Zeitung Slovenski narod (Slowenische Nation) nach seinem Tod im Oktober 1925: „Über die Persönlichkeit von Dr. Šusteršič wird einmal ein Historiker, der sich mit der slowenischen politischen Geschichte befasst, eine Monografie schreiben müssen, die den Monografien über andere Männer größerer Völker in nichts nachstehen wird.“⁶

    Ivan Šusteršič, der von der Jahrhundertwende bis zum Ersten Weltkrieg die slowenischen (und häufig auch kroatischen und anderen slawischen) Abgeordneten im Wiener Parlament anführte, war der einzige slowenische Politiker in der Habsburgermonarchie, dem sogar die deutschnationalen Gegner staatsmännisches Format zugestanden....

  6. II. KAPITEL Der „Krainer Kampf“
    (pp. 53-134)

    Eines der Geheimnisse für Šusteršičs schnellen Aufstieg an die Spitze der Parteiorganisation der Katholischnationalen war seine Fähigkeit, die Konservativen Kluns mit der jungen Generation der Christlichsozialen zu vereinen104. Das war natürlich nicht so einfach, wie man es aufgrund seiner frühen politischen Erfolge denken mag. Als sich nach Kluns überraschendem Tod 1896 die Frage stellte, wer in seinem Wahlkreis die Nachfolge antreten könnte, wurde Šusteršič in die Streitigkeiten zwischen den beiden Strömungen verwickelt. Zu den Orten, die Kluns Wahlkreis umfasste, gehörte auch Reifnitz, wodurch der Kampf auf Šusteršičs „Heimatgebiet“ ausgefochten wurde. Trotzdem neigte die Parteispitze, in der die meisten Geistlichen bereits...

  7. III. KAPITEL Der Trialismus als Ausweg
    (pp. 137-268)

    Šusteršič war das staatsrechtliche Dilemma, mit dem sich die österreichisch-ungarischen Regierungskreise an der Jahrhundertwende auseinandersetzen mussten, gut bekannt. Das dualistische System auf der Grundlage des Ausgleichs von 1867 durfte aus der Sicht der magyarischen politischen Elite offiziell nicht in Frage gestellt werden. Auf beiden Seiten der Leitha war dieser Zustand allerdings heftiger Kritik ausgesetzt. Die Magyaren, die sich seit dem Ausgleich dafür einsetzten, die gemeinsamen Angelegenheiten zu reduzieren, betrachteten Ungarn trotz seiner bunten nationalen Zusammensetzung im Prinzip als ihren Nationalstaat. Mit Ausnahme der Polen in Galizien, das de facto autonom war, befürwortete kein slawisches Volk in der Monarchie das dualistische...

  8. IV. KAPITEL Der letzte schwarzgelbe Südslawe
    (pp. 271-404)

    Das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo am 28. Juni 1914 stürzte die slowenischen und kroatischen Anhänger des Trialismus in tiefe Hoffnungslosigkeit. Für sie starb ein Habsburger, der sich ernsthaft Gedanken über eine staatsrechtliche Reform der Monarchie und über die Lösung der südslawischen Frage gemacht hatte. Er wäre die Alternative zu Franz Joseph gewesen, der starr auf dem dualistischen System beharrte. Für die Führung der Allslowenischen Volkspartei und der pravaši brach eine Welt zusammen.

    Es gibt Belege für die Annahme, dass man auch in Belgrad die Lage in diesem Sinn beurteilte. Für Serbien war der Thronfolger mit seinen Reformplänen...

  9. Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur
    (pp. 405-426)
  10. Personenregister
    (pp. 427-434)
  11. Ortsregister
    (pp. 435-438)