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Keramik aus klassischen Kontexten im Apollon-Heiligtum von Ägina-Kolonna

Keramik aus klassischen Kontexten im Apollon-Heiligtum von Ägina-Kolonna: Lokale Produktion und Importe

GUDRUN KLEBINDER-GAUSS
Areti Pentedeka
Myrto Georgakopoulou
Evangelia Kiriatzi
Jörg Weilhartner
https://www.jstor.org/stable/j.ctt3fgkd3
  • Book Info
    Keramik aus klassischen Kontexten im Apollon-Heiligtum von Ägina-Kolonna
    Book Description:

    During the late Archaic and Classical periods the island of Aegina was a very important centre in the central Aegean. Its power and prosperity resulted from the intense trade activities of its fleet in the Saronic Gulf and beyond up to the Black Sea, North-Africa and Italy. This volume presents pottery from find contexts of the Classical period excavated in the area of the “Kolonna-hill”, the acropolis of the island’s ancient capital. The contexts discussed here, contain imported pottery, such as from Attica, Corinth, Laconia, Eastern Greece and from the Northern Aegean, and numerous vessels of local origin. The main emphasis of this volume is the careful analysis of the local pottery-production that thus far was a neglected research topic. With the help of supplementary scientific analysis and the interpretation of written sources on pottery production at Aegina the picture of an important production centre of cooking pottery emerges. The production flourished in the Classical period and a wide range of shapes was developed and exported to distant regions. Beyond the study of stylistic developments of the pottery of this period and the interpretation of the contexts in terms of chronology and function, the pottery is also analysed within the context of the political and economic situation of Aegina during the Classical period regarding its position as an important trade power and rival of Athens.

    eISBN: 978-3-7001-7399-1
    Subjects: History

Table of Contents

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  1. Front Matter
    (pp. 1-4)
  2. Table of Contents
    (pp. 5-8)
  3. Abgekürzt zitierte Literatur
    (pp. 9-22)
  4. Vorwort des Herausgebers
    (pp. 23-24)
    Florens Felten

    Mit dem vorliegenden Band „Keramik aus klassischen Kontexten im Apollon-Heiligtum von Ägina-Kolonna. Lokale Produktion und Importe“ wird ein Zeitabschnitt in der Geschichte Äginas ins Auge gefasst, der gleichermaßen eine Phase der wirtschaftlichen Blüte, aber auch eine solche des Verfalls der ökonomischen und politischen Macht der Insel einschließt. Diese anhand der historischen Überlieferung klar erkennbare Tatsache wird bisher durch die Bodenfunde nur spärlich dokumentiert, vor allem wissen wir wenig über das Schicksal des Kolonnahügels – der Akropolis der antiken Stadt Ägina – während dieser Zeit, da nachantike Überbauung und spätere Eingriffe den antiken Bestand heillos zerstört haben. Umso wertvoller sind die...

  5. I. Einleitung
    (pp. 25-30)

    Dieser Band wäre ohne die Unterstützung zahlreicher Personen nicht in der vorliegenden Form zustande gekommen. Das Fundmaterial wurde mir von Florens Felten, dem damaligen Leiter der Grabung Kolonna, zur Bearbeitung übertragen; dafür und für das mir entgegengebrachte Vertrauen sei ihm an erster Stelle gedankt. Die Arbeit wurde erst durch ein vom Österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung finanziertes Projekt (P16526-G08) möglich. Der Österreichischen Akademie der Wissenschaften danke ich für die Aufnahme des Bandes in die Reihe ‚Ägina-Kolonna. Forschungen und Ergebnisse’ und besonders Angela Schwab für die umsichtige redaktionelle Betreuung. Ganz besonders danke ich Walter Gauß für das Zurverfügungstellen seiner...

  6. II. Brunnen SH C4/05
    (pp. 31-39)

    Der Brunnen SH C4/05 liegt in der Mitte des Hofes eines aus zwei Kammern bestehenden, aus großen Porosquadern und Orthostaten errichteten Baus, der Teil eines größeren Gebäudekomplexes im Ostabschnitt des Akropolis-Südhanges ist (Abb. 1. 2; Taf. 130, 1. 131, 1).20Der obere Teil des Brunnenschachtes ist über eine Höhe von beinahe zweieinhalb Metern sorgfältig aus kleinen, viereckig zugerichteten Steinen gemauert, sein unterer Teil ist etwa sechs Meter in den Felsen eingetieft.²¹ Der Brunnen wurde von einem mit hellen Porosabschlägen versetzten Estrich verschlossen, welcher spätestens im Laufe der Benutzung, vermutlich aber bereits mit der Errichtung des Gebäudes eingebracht worden war.

    Die...

  7. III. Brunnen SH D1b/09
    (pp. 40-49)

    Der Brunnen SH D1b/09 liegt am unteren Abhang des Akropolis-Hügels südöstlich jenes Gebäudekomplexes, zu dem der zuvor besprochene Brunnen SH C4/05 gehört (Abb. 1. 2; Taf. 131, 2).⁹⁵ Da das Areal an dieser Stelle bis auf den gewachsenen Felsen abgetragen ist, kann der Brunnen heute mit keinem Gebäude mehr in Verbindung gebracht werden. Trifft jedoch die Vermutung zu, dass sich die Bebauung des Hügels ursprünglich auch in diesem Bereich fortsetzte, so wird der Brunnen wohl in einem Hof oder in einer daran anschließenden Kammer gelegen haben, wie dies auch in jenem Gebäudekomplex westlich des Weges mehrfach zu beobachten ist. Der...

  8. IV. Schacht SH D1a/01
    (pp. 50-52)

    Der Schacht SH D1a/01 liegt unmittelbar nördlich des Brunnens SH D1b/09 am südöstlichen Abhang des Akropolis-Hügels (Abb. 1. 2; Taf. 130, 2. 131, 3).168Wie für jenen Brunnen ist auch für den Schacht SH D1a/01 zu vermuten, dass er in eine dort ursprünglich vorhandene Bebauung eingebunden war.169Die etwa 20 Zentimeter tiefe, nahezu kreisrunde Struktur ist von Porossteinen eingefasst, von denen heute noch eine Lage vorhanden ist, und hat einen aus Steinen gelegten Boden, der unmittelbar auf der Felsoberfläche aufsitzt.170Der Schacht war mit Erde, etwas Keramik, Ziegelfragmenten, vereinzelten Knochensplittern und zwei Eisenstückchen verfüllt. Die Keramik ist stark zerscherbt; komplette...

  9. V. Schacht SH D1c/02-03
    (pp. 53-56)

    Der Schacht SH D1c/02-03 liegt nur wenige Meter südlich des Brunnens SH D1b/09 am südöstlichen Abhang der Akropolis (Abb. 1. 2; Taf. 131, 4).190Wie für jenen Brunnen und den Schacht SH D1a/01 ist auch für diese Struktur zu vermuten, dass sie ursprünglich in ein heute nicht mehr vorhandenes Gebäude oder Bauensemble eingebunden war.191Der rechteckige, etwa 100 mal 60 Zentimeter große und 60 Zentimeter tiefe Schacht ist gemauert und hat einen mit Platten ausgelegten Boden.192Er war verfüllt mit weicher, von Aschelagen durchsetzter Erde, die einiges an stark zerscherbter Keramik, zwei Webgewichte, Ziegelfragmente und wenige Knochen enthielt.193Vollständige Gefäße...

  10. VI. Fundgruppe 306 ‚Hausbrunnen 4 in Kammer 7‘
    (pp. 57-74)

    Der Brunnen FG 306229liegt in einer kleinen Kammer eines Hauses, das Bestandteil jenes großen Gebäudeensembles am südöstlichen Abhang der Akropolis ist, zu dem auch der Brunnen SH C4/05 gehört (Abb. 1. 2; Taf. 130, 2. 131, 5). Wie bereits weiter oben ausgeführt, wird für die Bauten in diesem Areal eine Funktion im Kultbetrieb des Heiligtums angenommen.230Da der Zeitpunkt der Errichtung des Hauses bislang noch nicht genau bestimmt werden konnte, muss auch das zeitliche Verhältnis des Brunnens FG 306 zu dem ihn umgebenden Gebäude vorerst offen bleiben.231Der etwa fünf Meter tiefe Brunnenschacht ist in den Fels eingetieft und...

  11. VII. Fundgruppe 300 ‚Brunnen F 12‘
    (pp. 75-79)

    Der Brunnen F 12 liegt etwas oberhalb der Brunnen SH C4/05 und FG 306 am südöstlichen Abhang der Akropolis im Zwickel der hellenistischen Befestigungsmauer (Abb. 1. 2; Taf. 130, 2. 131, 6).376Der Schacht ist in den Felsen eingetieft, von seinem Aufbau blieb jedoch nichts erhalten. Da in diesem Areal bis auf wenige Mauerreste keine architektonischen Strukturen mehr vorhanden sind, ist unklar, ob der Brunnen ursprünglich in ein Gebäude eingebunden war.

    Zu der unter der Bezeichnung ‚Brunnen F 12‘ aufbewahrten und hier als FG 300 geführten Fundgruppe gehören mehrere vollständig oder größtenteils erhaltene Gefäße, eine Reihe von Rand- und Bodenfragmenten...

  12. VIII. Brunnen 21c/14
    (pp. 80-82)

    Der in Trockenmauerwerk angelegte Brunnen liegt im Areal der so genannten Innenstadt über dem prähistorischen ‚Haus 21‘, durchschlägt dessen Südwand und führt in den Felsen, wo er sich an der Sohle in zwei jeweils etwa zwei Meter lange Gänge verzweigt (Abb. 1).422Von etwaigen zugehörigen Gebäudestrukturen historischer Zeit blieb in diesem Bereich nichts erhalten. Der mehr als 15 Meter tiefe Brunnenschacht war mit einer großen Menge an Ziegeln und klein zerscherbter Keramik verfüllt, die in prähistorische und geometrische, vor allem aber in klassische Zeit bis in das 4. Jh. datiert; es kommen dabei sowohl attische Schwarzfirniskeramik als auch unbemalte Grob-...

  13. IX. Scientific Analysis of Pottery of the 6th to 4th Centuries from Aegina-Kolonna. Local Production and Imports
    (pp. 83-172)

    The scientific analysis of selected vessels of the 6thto the 4thcenturies B.C. from Aegina-Kolonna has been carried out in collaboration with the Fitch Laboratory of the British School at Athens under the direction of Evangelia Kiriatzi. The aims of this project are, on the one hand, the identification and characterisation of local pottery production, and on the other hand, the definition of imports and the investigation of so far unidentifiable fabrics. At present, the pottery production on Aegina in the Archaic and Classical periods has hardly been explored. From the contexts presented in this volume, there are several...

  14. X. Äginetische ‚Kochkeramik‘ klassischer Zeit
    (pp. 173-193)

    Unter der Bezeichnung‚cooking ware‘, ‚cooking fabric‘oder‚kitchen fabric‘versteht man in der englischsprachigen Forschung gewöhnlich ein körniges, braunes bis rotes Material, aus dem vornehmlich Gefäße und Geräte zum Kochen, Braten und Backen, aber auch solche zum Transport und Aufbewahren von Flüssigkeiten gefertigt werden.730Es handelt sich dabei also primär um Erzeugnisse, die in der Küche zur Nahrungszubereitung oder -aufbewahrung eingesetzt werden, wobei eine Verwendung über dem Feuer nicht immer vorausgesetzt bzw. erschlossen werden kann.731In Anlehnung an diese Definition wird hier der Begriff ‚Kochkeramik‘ verwendet.

    Auf Ägina ließ das zahlreiche Vorkommen von Töpfen, Kannen, Brat- und Backutensilien der...

  15. XI. Schlussbetrachtungen
    (pp. 194-203)

    Die in diesem Band vorgestellte Keramik stammt größtenteils aus Verfüllungen von Brunnen und Schächten im östlichen Bereich des Akropolis-Südhanges (Abb. 1. 2; Taf. 130. 131). Dieser war in der spätarchaischen und klassischen Epoche mit zusammenhängenden Baueinheiten bzw. Raumgruppen bebaut, die vermutlich als Versammlungsstätten oder sakrale Einrichtungen eine Funktion im Kultbetrieb hatten.⁸⁹⁸ Die Mehrheit unserer Fundkontexte⁸⁹⁹ fällt in die Zeit zwischen dem späten ersten und dem frühen vierten Viertel des 5. Jhs. und belegt damit eine intensive Nutzung des Areals in dieser Periode. Wie in den vorausgegangenen Kapiteln gezeigt werden konnte, fand sich neben zahlreichen Importen aus Athen, Korinth, Lakonien und...

  16. Anhang I: Fehlbrand Fundgruppe 308
    (pp. 204-206)
    Gudrun Klebinder-Gauß
  17. Anhang II. Die Keramikproduktion auf Ägina in historischer Zeit nach Aussage der literarischen Quellen
    (pp. 207-212)
    Jörg Weilhartner
  18. Katalog
    (pp. 213-300)
  19. Konkordanz 1. nach Katalognummern mit Fundortnummer, Probennummer und Tafelverweis
    (pp. 301-305)
  20. Konkordanz 2. nach Probennummern mit Katalognummer, Fundortnummer und Tafelverweis
    (pp. 306-307)
  21. Konkordanz 3. Liste bereits veröffentlichter Stücke
    (pp. 308-308)
  22. Tafeln
    (pp. 309-442)
  23. Abbildungsnachweis
    (pp. 443-444)
  24. Index
    (pp. 445-446)
  25. Back Matter
    (pp. 447-450)